Buddhistisch orientierte Psychotherapie


Dieses Therapieangebot ergibt sich aus Erfahrungen, die ich über einen langen Zeitraum als praktizierende Psychotherapeutin nach westlichem Modell und der theoretischen und praktischen Beschäftigung mit buddhistischer Psychologie gemacht habe. Als Psychotherapeutin bin ich dankbar für beide Ansätze, die mir tiefe Erkenntnisse über die menschliche Natur vermittelt haben. Die beiden psychotherapeutischen Lehren legen ihren Fokus auf verschiedene Ziele: westliche Psychologie hat das Ziel, ein starkes und sicheres Selbst zu bilden; für den Buddhismus ist es ein bescheidenes und weises Individuum. Ich bin überzeugt, dass die beiden Aspekte sich nicht ausschließen, sondern jeweils ein wertvolles Potential für das menschliche Wachsen darstellen.

Die beste Art, den Wert des buddhistischen Konzepts zu begreifen ist es, am eigenen Leib die Wohltaten der Weisheit zu auszuprobieren. Wer schon einmal eine weise Person getroffen hat, weiß, dass es keine Worte gibt, das Gefühl von Fülle und Frieden auszudrücken, die solche Menschen ausstrahlen. Ein unausgebildeter Geist hingegen verliert sich in den Geschichten, die er selbst erfunden hat, um die Realität zu erklären oder zu interpretieren. Wir identifizieren uns mit den Geschichten, die wir uns erzählen, ohne uns bewusst zu sein, was daraus für unsere Beziehungen zu den anderen und uns selbst folgt.
Psychotherapie kann dann sehr effektiv sein, wenn sie beiden Wegen folgt: die Geschichten aufarbeiten und das Potential unseres Geistes entfalten. Meditationspraxis kann die Arbeit der Aufarbeitung nicht ersetzen, Psychotherapie nach westlichem Muster nicht vollständig unsere Komplexität beschreiben, denn wir sind mehr als unsere Geschichte. Jedes menschliche Wesen braucht Zuhörer und Anerkennung, eben weil es dauernd Geschichten konstruiert. Das geschieht in einer therapeutischen Beziehung, in der aktiv zugehört und nicht geurteilt wird. Zugleich steigt, indem das Bewusstsein wächst, der Wunsch, den Geist zur Konzentration, zur Gelassenheit, zur Nicht-Identifikation und zum Mitgefühl hin zu führen.

Mein Angebot

Ich biete Ihnen psychotherapeutische Gesprächstherapie in Einzel- und Gruppensitzungen an. Ich erwarte von Ihnen als konkrete Mitarbeit am Heilungsprozess regelmäßige Meditation, in die ich Sie einführe, falls Sie noch keine Meditationspraxis haben. Vorkenntnisse über den Buddhismus sind hilfreich aber für die Therapie nicht erforderlich.
Ich bin seit vielen Jahren als Psychotherapeutin in einer psychosomatischen Klinik und meiner privaten Praxis tätig. Ich habe als zusätzliche Ausbildungen u.a. Traumatherapie und buddhistischer Psychotherapie.



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