Wie ich arbeite

Der personenzentrierte Ansatz geht davon aus, dass die Symptome eines Patienten nicht für sich stehen, sondern Ausdruck seiner Realitätswahrnehmung sind. Deshalb orientiert er seine Diagnose nicht an der Standard-Kategorisierung der Symptome. Das Ziel der Therapie ist nicht in erster Linie, die Symptome verschwinden zu lassen, sondern die Realitatswahrnehmung des Patienten so zu verändern, dass die Symptome nicht mehr auftauchen.

Ich kann nicht die Lebenswirklichkeit meiner Patienten verändern aber ich kann helfen, die Perspektive zu wechseln, das heißt, die Art und Weise, wie sie ihre Probleme sehen und definieren. In den meisten Fällen ist das psychische Leiden Resultat einer starren Einstellung oder starrer Verhaltensweisen. Wenn man etwas Neues in sein Leben hinein lässt, sieht auch das Gesamtbild etwas anders aus. Wir sind mit einem anderen Problem konfrontiert, das wir jedoch meistern können. Ich benutze zur Erklärung gerne das Bild des Gartens: Unsere Wirklichkeit kann mit einem Garten verglichen werden, in dessen Erde sich viele Samen befinden. Einige haben wir selbst gesät, andere sind ohne unser Zutun hinein gekommen. Wenn wir immer nur einen Teil davon gießen und pflegen, werden einige Pflanzen groß und stark und füllen unsere ganze Wahrnehmung. Wir sehen nichts anderes. Wenn wir jedoch anfangen, auch an Stellen, die wir bisher vernachlässigt haben zu gießen und zu pflegen, dann wachsen auch andere Pflanzen, die den ganzen Garten verändern. Nur wenn wir aus unseren starren Gewohnheiten ausbrechen, können wir unsere versteckten Ressourcen realisieren.

Mein Betrag wird vor Allem sein, Ihnen zu helfen, an sich selbst zu glauben und das eigene Leben selbst in die Hand zu nehmen, um Ihre Probleme aktiv und bewusst anzupacken.

Die ersten beiden Treffen sind die Basis, um eine therapeutische Allianz zu schließen, Ihre Persönlichkeit zu verstehen, ihre Anliegen zu analysieren, das Ziel der Therapie zu definieren und die Behandlung zu planen. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Dauer der Therapie. Gemäß den Zielen, die Sie erreichen wollen, wird gemeinsam die Zeit festgelegt, die wahrscheinlich benötigt wird. Mein Vorschlag bewegt sich dabei von einem Minimum von 10 zu einem Maximum von 20 Sitzungen. Danach kommt ein Follow Up nach einem Monat, nach zwei Monaten und nach einem halben Jahr.

Der Grund, weshalb ich diese Vorgehensweise vorschlage ist, dass Psychotherapie schon nach kurzer Zeit wirksam sein kann, wenn Sie nicht den Kontakt mit Ihrer Lebenswirklichkeit verlieren und nicht von der Therapie abhängig werden.